Die Marxsche Fetischkritik & die Kritik des Antisemitismus

Dr. Stephan Grigat, Wien
Do 11.12. 20 Uhr
Ort: HS 1015 (kurzfristige Änderungen beachten)
Kollegiengebäude I, Uni Freiburg

In dem Vortrag soll der Frage nachgegangen werden, inwiefern die Marxsche Wert- und Fetischkritik die Grundlage für eine Kritik des modernen Antisemitismus sein kann, ja muss. Inwiefern kann ausgehend von der Wertformanalyse im Marxschen Kapital gezeigt werden, dass Antisemiten in einer wahnhaften Projektion im „jüdischen Prinzip“ und seinen Verkörperungen gesellschaftliche und individuelle Widersprüche, Ambivalenzen und Krisenerscheinungen bekämpfen. Vor dem Hintergrund der Marxschen Ausführungen zur Selbstmystifizierung der Gesellschaft soll gezeigt werden, inwiefern der Antisemitismus die Biologisierung und Personalisierung des real Abstrakten kapitalakkumulierender Ökonomie betreibt.

Stephan Grigat ist Lehrbeauftragter an den Universitäten Wien und Graz, Autor von Fetisch und Freiheit. Über die Rezeption der Marxschen Fetischkritik, die Emanzipation von Staat und Kapital und die Kritik des Antisemitismus (ça ira 2007) sowie von Die Einsamkeit Israels. Zionismus, die israelische Linke und die iranische Bedrohung (Konkret 2014).

 

Die Veranstaltung findet im Rahmen der der Reihe „Schein der Wirklichkeit – Wirklichkeit des Scheins. – Ideologiekritik in der Postmoderne“ des AK Ideologiekritik an der Universität Freiburg statt.

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