Schlagwort-Archive: Nationalsozialismus

»Waren wir nicht alle irgendwie Opfer«?

Osnabrück Banner

Am 8. Mai 2015 jährt sich zum 70. Mal die bedingungslose Kapitulation des Nationalsozialismus. Seit vielen Jahren greift eine »Selbstversöhnungsrhetorik« in Deutschland um sich.
Viele Deutsche sehen sich als Opfer, sowohl der Nazis wie der Alliierten oder »der Moderne«, die an Auschwitz Schuld sei.
Diese »Heideggerisierung« setzte schon unmittelbar nach 1945 ein. Doch ein Blick in die aktuelle internationale Forschung zeigt noch viel mehr: Wie wird heute an die Shoah erinnert und in welcher Beziehung steht eine Universalisierung des Holocaust, durch die es nur noch Opfer geben soll, zum Antisemitismus?
Welche Rolle spielen der Bundespräsident und die Gleichsetzung von »Rot« und »Braun«?
Was bedeutet es für die Erinnerung an die beispielslosen Verbrechen der Deutschen und ihrer Verbündeten, wenn noch im Jahr 2015 ehemalige SS-Mitglieder in einem EU-Land wie Lettland aufmarschieren können?
Wie wird in USA erinnert, gibt es dort ein »Ende des Holocausts«?
Welche Rolle spielen in der Bundesrepublik Fußball und die schwarzrotgoldenen Fahnenmeere vom »Sommermärchen« 2006 bis hin zu Pegida für die Erinnerung an die NS-Zeit und die Shoah?

Vortrag von Dr. phil. Clemens Heni;

Montag, 20. April um 19:00  Uhr
Haus der Jugend Osnabrück
Große Gildewart 6-9, 49074 Osnabrück

Organisiert von Linksjugend [’solid] Osnabrück
(http://solidos.blogsport.de/)

In Kooperation mit dem LAK Shalom Niedersachsen
(http://lakshalomnds.blogsport.eu/)

und der DIKA e.V.
https://www.facebook.com/pages/DIKA-e-V/160616120665248
(http://cms.dika-ev.de/)

Clemens Heni ist Politikwissenschaftler, Publizist und Verleger (Edition Critic) sowie Research Fellow des Vidal Sassoon International Center for the Study of Antisemitism an der Hebräischen Universität Jerusalem und Direktor des Berlin International Center for the Study of Antisemitism (BICSA).
2008/09 war er Post-Doc an der Yale University in USA.
Er promovierte 2006 über die »Salonfähigkeit der Neuen Rechten« an der Universität Innsbruck und ist Autor von fünf Büchern sowie dutzenden Artikeln zu Themenkomplex des Vortrags in Deutsch und Englisch.
Zu Holocaustgedenken und Nationalsozialismus sprach er in den letzten Jahren u.a. in Plsen (Tschechische Republik), Riga (Lettland), Kiew (Ukraine), Berlin (Jüdische Volkshochschule), Jerusalem (World Jewish Congress), und in Edison (Synagoge, Congregation Beth El in New Jersey, USA).