Archiv der Kategorie: Kooperation

Aktionswochen gegen Antisemitismus in Freiburg

PlakatIm Gedenken an die Reichspogromnacht finden im November die von der Amadeu Antonio Stiftung veranstalteten Bundesweiten Aktionswochen gegen Antisemitismus statt. DIKA e.V. unterstützt eine Veranstaltungsreihe  der Anarchistische Gruppe Freiburg, sowie einen Vortrag  des AK Ideologiekritik (Die Marxsche Fetischkritik & die Kritik des Antisemitismus) an der Universität in Freiburg.
Die Veranstaltungsreihe der Anarchistische Gruppe Freiburg, findet  im Zeitraum vom 10. November bis zum 19. November mit einem Workshop und drei  organisierten Vorträgen statt und gehört zu dem umfangreichen Programm der Bundesweiten Aktionswochen. Den Flyer für die Aktionswochen in Freiburg findet ihr hier.

Link:  Anarchistische Gruppe Freiburg und Veranstaltungskalender

Programm der Veranstaltungsreihe

Workshop: Einführung in die Kritik des Antisemitismus

Referent: Lothar Galow-Bergemann
 Datum & Ort: 12. November, 20 Uhr, Universität Freiburg Raum 1221

Im Zuge des wiederaufflammenden Konfliktes zwischen der radikal-islamistischen Hamas und dem Staat Israel kam es in ganz Europa zu einer Welle offen antisemitischer Manifestationen, Angriffen auf Synagogen, jüdische Einrichtungen und als Juden ausgemachte Menschen. Antisemitismus ist in Deutschland jedoch nicht nur eine Einstellung, die von Islamisten oder Neo-Nazis geteilt wird. So stimmten 2011 bei einer Umfrage einer Forschergruppe aus Bielefeld rund 13% der Befragten der Aussage „Juden haben in Deutschland zu viel Einfluss“ zu. Ein latenter Antisemitismus lässt sich bei etwa 20% der deutschen Bevölkerung feststellen. Auch Äußerungen deutscher Publizisten und Zeitungen (wie der Süddeutschen Zeitung) werden regelmäßig als antisemitisch eingestuft.
Offen antisemitische Parolen wie „Juden ins Gas“ sind einfach als solche zu erkennen. Doch warum sind auch Sprüche wie „Kindermörder Israel“ oder „Apartheidstaat Israel“ als antisemitisch zu klassifizieren?
In dem Workshop wollen wir uns fragen: Was kennzeichnet den (modernen) Antisemitismus? Ist Antisemitismus nur eine Form von Rassismus oder etwas qualitativ Anderes? Welche theoretischen Erklärungsversuche gibt es zum Antisemitismus? Und schlussendlich: Was können wir gegen Antisemitismus tun?

Vortrag und Diskussion: Was ist israelbezogener Antisemitismus? – Betrachtungen nach den judenfeindlichen Hasskundgebungen des letzten Sommers

Referent: Lothar Galow-Bergemann
 Datum & Ort: 12. November, 20 Uhr, Universität Freiburg Raum 1221

Wie wenig Antizionismus von Antisemitismus trennt, wurde selten so deutlich wie während der antiisraelischen Massenaufmärsche dieses Sommers, die in Sprechchören „Tod den Juden!“ forderten. Die selbstgerechte deutsche Mehrheitsgesellschaft wusste sofort, dass der Antisemitismus lediglich durch „die Türken“ bzw. „den Islam“ importiert ist. Schließlich, davon bleibt sie felsenfest überzeugt, hat sie aus der Shoah mehr gelernt als die Juden, weshalb ihre mit Hingabe gepflegte „Israelkritik“ nie und nimmer irgend etwas mit Antisemitismus zu tun haben kann. Diese Gewissheit gehört auch zu den Basics einer pseudokritischen Linken, die viel mehr Mainstream ist, als sie glaubt.
Doch wer eben noch in „internationalistischer Solidarität“ zusammen mit offenen Hamas-Fans gegen Israel demonstriert hatte, bekam nun ein faustdickes Problem. Wie um alles in der Welt sollte man sich von den Propagandisten des Judenmords abgrenzen? Heraus kamen Verschwörungsphantasien und skurrile Statements, die weniger überzeugend ausfielen denn je. In welcher Situation befinden sich Juden und der jüdische Staat und warum befördert den Antisemitismus, wer „gegen den Zionismus“ demonstriert?

Lothar Galow-Bergemann schreibt u.a. für konkret, Jungle World und emmaundfritz.de

 

 

Vortrag: „Antisemit, das geht nicht unter Menschen!“ – Anarchistische Positionen zu Antisemitismus, Zionismus und Israel

Referent: Jürgen Mümken
 Datum & Ort: 15. November, 19 Uhr, Strandcafé (Adlerstraße 12 / Grether Gelände)

Eine freiheitliche, sozial gerechte Gesellschaft kann nur dann erreicht werden, wenn zuvor auch eine der ältesten Gruppenfeindschaften der Menschheitsgeschichte, der Antisemitismus, der im letzten Jahrhundert durch den deutschen Nationalsozialismus zum schlimmsten Menschenverbrechen der Geschichte geführt hat, in den Köpfen und Herzen aller Menschen dauerhaft beseitigt wird.
In dem Vortrag wird ein Ritt durch die Geschichte anarchistischer Positionen zu Antisemitismus, Zionismus und Israel gemacht: von anarchistischen Antisemiten und den Kampf gegen Antisemitismus, von der Dreyfus-Affäre, über die antijüdischen Pogrome in Russland zur Shoah, von einem anarchistischen Zionismus über die Kibbuz-Bewegung zum Staat Israel, von Bubers Bi-Nationalismus über eine anarchistische Pro-Israel-Haltung zu Anarchist against the war. Es gab und gibt nicht die anarchistische Position zu Zionismus und Israel. Jürgen Mümken stellt in seinem Vortrag die verschiedenen Positionen in ihrem jeweiligen Zeitkontext dar.

Jürgen Mümken ist Herausgeber von “Antisemit, das geht nicht unter Menschen!” Anarchistische Positionen zu Antisemitismus, Zionismus und Israel Band 1 & 2, Edition AV 2013/2014

 

Vortrag: Kommunistische Arbeiterbewegung und Antisemitismus

Referent: Olaf Kistenmacher 
Datum & Ort: 19. November, 20 Uhr, Universität Freiburg Raum 1221

Es ist unübersehbar, dass die sozialistische und kommunistische Linke des 19. und frühen 20. Jahrhunderts den Antisemitismus unterschätzt und falsch gedeutet hat. Judenfeindschaft galt als ein Ablenkungsmanöver der herrschenden Klasse, um die Arbeiterschaft zu spalten, und als eine unbewusste Form des Antikapitalismus. August Bebel wird die Aussage zugeschrieben, beim Antisemitismus handle es sich um einen „Sozialismus der dummen Kerls“. So lehnte die SPD wie auch die später die KPD einerseits Judenhass ab und bekämpfte offen antisemitische Parteien. Andererseits versuchte insbesondere die KPD in den 1920er Jahren wiederholt, an das vermeintliche antikapitalistische Potenzial des Judenhasses anzuknüpfen. „Wer gegen das Judenkapital aufruft, meine Herren, ist schon Klassenkämpfer, auch wenn er es nicht weiß“, mit dieser Argumentation wollte Ruth Fischer, 1924 Vorsitzende der KPD, im Krisenjahr 1923 völkische Studierende für die KPD gewinnen.
Der Vortrag beschäftigt sich mit der Entstehung dieses spezifischen Antisemitismus von links und endet mit der Frage, inwieweit eine subtile Form der Judenfeindschaft auch bei den stalinistischen „Säuberungen“ 1936-38 eine Rolle spielte.

Olaf Kistenmacher, Historiker aus Hamburg, promovierte über antisemitische Aussagen in der Tageszeitung der KPD, „Die Rote Fahne“, zur Zeit der Weimarer Republik. Aktuelle Veröffentlichung: Zum Teufel mit Stalin. Die Moskauer Prozesse von 1936 bis 1938, in: Jungle World 22, 28. Mai 2014.

Aktionswochen gegen Antisemitismus in Freiburg weiterlesen

[ausgefallen] IsraelSoliCamp (ISC) – Freitag 30.11. bis Sonntag 2.12.2012 – ABC Bildungs- und Tagungszentrum Drochtersen-Hüll

Am letzten Novemberwochenende (30.11.-2.12.2012) findet zum dritten Mal des IsraelSoliCamp (ISC) statt. Das ISC bietet einen Raum, in dem sich israelsolidarische Gruppen und Einzelpersonen treffen, kennen lernen und sich inhaltlich über Israel, den Nahost-Konflikt und die Bekämpfung von Antisemitismus und Antizionismus austauschen können. Ziel des Camps ist es neben der gegenseitigen Weiterbildung, neue Wege israelsolidarischer Arbeit zu entwickeln und Kooperationsmöglichkeiten zu schaffen.

Der BarCamp-Charakter der Veranstaltung (vgl. http://de.wikipedia.org/wi​ki/BarCamp) fordert allen Teilnehmer_innen dazu auf, sich aktiv an der strukturellen und inhaltlichen Gestaltung des ISC zu beteiligen. Workshops, Sessions und sonstige Inhalte werden nicht von den Veranstalter_innen vorgegeben, sondern gemeinschaftlich entwickelt. Hierzu dienen zum einen die Onlineplattform (http://israelsolicamp.mixx​t.org/), wo bereits im Vorfeld Themen diskutiert werden können, und zum anderen Plena vor Ort, in denen sich über die Tagesprogramme verständigt wird. Das ermöglicht allen Teilnehmer_innen, Themen einzubringen und zu vertiefen oder Fragen zu diskutieren – und dies (auch) spontan.

Die Teilnahme an den jeweiligen Angeboten, die auch parallel stattfinden können, ist optional. Das ISC bietet zudem Gelegenheit, informelle Gespräche zu führen, ob während einzelner Sessions, bei Kaffee und Kuchen, bei einem Wein vor dem Kamin oder abends in der Sauna.

Einige Diskussionsergebnisse vom Vorjahr können im Sammelblog des IsraelSoliCamp 2010 und 2011 gefunden werden.

Teilnahmebeitrag: 45,- € (35,- € ermäßigt; 55,- € freiwilliger Soli-Beitrag) inkl. Unterkunft und Vollverpflegung

Verbindliche Anmeldung:
http://www.abc-huell.de/israelsolicamp-30-11-2-12-2012/

IsraelSoliCamp 2011

Am letzten Novemberwochenende (25.-27.11.2011) findet zum zweiten Mal des IsraelSoliCamp (ISC) statt. Das ISC bietet einen Raum, in dem sich israelsolidarische Gruppen und Einzelpersonen treffen, kennen lernen und sich inhaltlich über Israel, den Nahost-Konflikt und die Bekämpfung von Antisemitismus und Antizionismus austauschen können. Ziel des Camps ist es neben der gegenseitigen Weiterbildung, neue Wege israelsolidarischer Arbeit zu entwickeln und Kooperationsmöglichkeiten zu schaffen.

Der BarCamp-Charakter der Veranstaltung (vgl. http://de.wikipedia.org/wi​ ki/BarCamp) fordert allen Teilnehmer_innen dazu auf, sich aktiv an der strukturellen und inhaltlichen Gestaltung des ISC zu beteiligen. Workshops, Sessions und sonstige Inhalte werden nicht von den Veranstalter_innen vorgegeben, sondern gemeinschaftlich entwickelt. Hierzu dienen zum einen die Onlineplattform (http://israelsolicamp.mixxt.org/), wo bereits im Vorfeld Themen diskutiert werden können, und zum anderen Plena vor Ort, in denen sich über die Tagesprogramme verständigt wird. Das ermöglicht allen Teilnehmer_innen, Themen einzubringen und zu vertiefen oder Fragen zu diskutieren – und dies (auch) spontan.

Die Teilnahme an den jeweiligen Angeboten, die auch parallel stattfinden können, ist optional. Das ISC bietet zudem Gelegenheit, informelle Gespräche zu führen, ob während einzelner Sessions, bei Kaffee und Kuchen, bei einem Wein vor dem Kamin oder abends in der Sauna.

Einige Diskussionsergebnisse vom Vorjahr können im Sammelblog des IsraelSoliCamp 2010 gefunden werden.

Teilnahmebeitrag: 45,- € (35,- € ermäßigt; 55,- € freiwilliger Soli-Beitrag) inkl. Unterkunft und Vollverpflegung

VERBINDLICHE ANMELDUNG BITTE HIER:
http://www.abc-huell.de/ab​c/israelsolicamp-2011-25-2​7-11-2011/

Banner IsraelSoliBanner

Liebe Admins, Blogger und Israelfreunde,

für das anstehende IsraelSoliCamp in Hüll (siehe hier) haben wir jetzt, dank freundlicher Hilfe auch ein Banner.
Wir wuerden uns freuen, auch wenn ihr selbst nicht kommt einen kleinen Link auf euren Blogs zur Veranstaltung zu sehen.

Ansonsten sehen wir uns auf dem IsraelSoliCamp vom 3.12.-5.12 in Hüll (bei Hamburg).
Wer sich selbst einbringen möchte, anmelden oder noch Infos haben will kann all das auf:

http://israelsolicamp.mixxt.org/ tun

url: http://dikaev.files.wordpress.com/2010/11/banner.jpg

(Hochkantformat wird nachgeliefert)

IsraelSoliCamp 2010

Das IsraelSoliCamp ist Teil der

 

IsraelSoliCamp 2010

Fr., 3. bis So., 5. Dezember 2010

in Drochtersen-Hüll / bei Hamburg

Das IsraelSoliCamp wird vom 3. bis 5. Dezember soll in Hüll (bei Hamburg) als Workshop- und Vernetzungs-Event mit BarCamp-Charakter (vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/BarCamp) statt finden. Wie bei anderen BarCamps (auch „Un-Konferenzen“ genannt), sind dabei alle teilnehmenden Personen aktive GestalterInnen und nicht bloß passive ZuhörerInnen. Die Workshops, Vorträge, Sessions und sonstigen Inhalte des IsraelSoliCamps werden nicht vorgegeben, sondern können und sollen von allen Teilnehmenden eingebracht werden.

Die Teilnahme an den jeweiligen Angeboten ist optional und das Camp bieten zudem Raum, informelle Gespräche zu führen, ob während der Sessions, bei Kaffee und Kuchen oder einer Party am Samstagabend. Neben vielen anderen Programmpunkten wird es die Möglich- keit geben, den Film „The Case for Israel“ mit Alan Dershowitz zu sehen und zu diskutieren. Ziel der Veranstaltung ist zum einen ein inhaltlicher Austausch über Themen rund um Israel, den Nahostkonflikt sowie über die Bekämpfung von Antisemitismus und Antizionismus. Zum anderen soll das IsraelSoliCamp zur Vernetzung von israelsolidarische Gruppen und Einzelpersonen (z.B. Blogger_innen, Journalist_innen) beitragen. Das IsraelSoliCamp ist dabei gruppen- und konfessionsübergreifend konzipiert und parteiunabhängig.

Unter http://israelsolicamp.mixxt.org/ können sich Interessierte über das IsraelSoliCamp informieren, sich an der Vorbereitung und inhaltlichen Planung beteiligen und vorab austauschen. Mitarbeit und Ideen für die konkrete Ausgestaltung der Veranstal- tung sind ausdrücklich gewünscht. Eine Anmeldung (http://abc-huell.de) ist unbedingt notwendig. Teilnahmebeitrag: 45,-€ (35,- € ermäßigt) inkl. Unterkunft und Vollverpflegung. Weitere Informationen, Kontakt- und Austauschmöglichkeit sind auf unser Webseite zu finden.

Veranstalter:

* ABC Bildungs- und Tagungszentrum e.V. – abc-huell.de

* DIKA – Verein zur Förderung des Deutsch-Israelischen Kulturaustauschs e.V. – dikaev.wordpress.com

* Hamburg für Israel – hamburgfuerisrael.wordpress.com

* Freundeskreis der Bezalel Academy of Arts & Design Jerusalem in Deutschland e.V

Termin: 03.-05.12.2010

Teilnahmebeitrag: 45,-€ (35,- € ermäßigt) inkl. Unterkunft und Vollverpflegung.

ANMELDUNG AUF DER WEBSEITE DES ABC.

DIKA e.V. unterstützt Israelreise des BAK Shalom

DIKA e.V. unterstützt Israelreise des BAK Shalom

Vom 15. – 25. August 2010 waren 15 Jugendliche aus ganz Deutschland eingeladen mit dem BAK Shalom, einem Arbeitskreis der linksjugend [’solid] Israel politisch und kulturell zu erleben. Die Reise, bei dem die politische Zugehörigkeit keine Rollte spielte und an der auch mehre Mitglieder von DIKA e.V. teilnahmen, war darauf angelegt möglichst viele Sichtweisen und Statements zur Alltäglichen israelischen Politik, auch neben dem über alles schwelenden Nahostkonflikt einzuholen und sich ein eigenständiges Bild vom politischen und kulturellen Alltag in Israel zu machen. Das Ganze geschah in einem Austausch mit der Jugendorganisation der Meretz Partei.

Auf dem Programm standen unteranderem Treffen mit der Bürgerrechtsaktivistin und ehemaligen Jerusalemer Stadträtin Anat Hoffman, die zuletzt wegen ihres Protestes für die Rechte der Frauen an der Klagemauer in Jerusalem weltweit für Aufsehen sorgte (1) dem Geschäftsführer des Netzer Youth Movement, die Jugendorganisation der World Union for Progressive Judaism, dessen Zentrum es ebenfalls zu besuchen galt. Sowie Besuchen der Büros der Rosa Luxemburg Stiftung in Tel Aviv und Ramallah. Daneben hatten die Jugendlichen die Möglichkeit durch ein Treffen im Außenministerium Israels den zuständigen stellvertretenden Direktor für den Nahostkonflikt mit ihren Fragen zu konfrontieren. Weitere Stopps waren DIKA e.V. unterstützt Israelreise des BAK Shalom weiterlesen